kulinarisches Interview

Winzer
Markus Klumpp
„Ehrgeiz, Detailverliebtheit und Perfektionismus!“
Markus Klumpp
Weingut Klumpp
Heidelberger Straße 100
76646 Bruchsal
25 ha

www.weingut-klumpp.com

Name:
Klumpp
Vorname:
Markus
Geburtstag:
09.03.1979
Geburtsort:
Bruchsal
Wohnort:
Bruchsal

Weine

Riesling, Weißer Burgunder, Grauburgunder, Auxerrois, Sauvignon Blanc, Riesling Sekt, Rose,
KIRCHBERG Chardonnay, KLOSTERBERG Riesling,
Cuvée N°1, WEIHERBERG Pinot Noir,
EICHHOLZ St. Laurent, HIMMELREICH Lemberger, KIRCHBERG Cuveé „M“


Interview

  1. Was charakterisiert in Ihren Augen einen Genießer?
    Jemand, der die schönen Dinge des Lebens zu schätzen weiß und sich auch Zeit dafür nimmt.

  2. Warum sind Sie Winzer bzw. wie sind Sie zum Wein gekommen?
    Durch meine Eltern, die beide als Seiteneinsteiger begonnen haben, habe ich schon sehr früh die schönen und abwechslungsreichen Seiten des Berufs kennengelernt. Mein ehrgeiziges Ziel war schon immer den Kraichgau, den viele nicht als Weinregion kennen, über die Grenzen hinaus für gute Weine bekannt zu machen.

  3. Mit wem würden Sie gern mal über das Thema Wein reden?
    Weintrinken macht mir mehr Spaß als darüber zu reden! Das am liebsten mit guten Freunden.

  4. Mit wem würden Sie am liebsten mal eine Wein-Degustationsprobe machen und wo?
    Mit Aubert de Villaine vom Weingut Romanée-Conti – von ihm könnte ich noch viel lernen.

  5. Ihr Hauptcharakterzug?
    Ehrgeiz, Detailverliebtheit und Perfektionismus

  6. Welche ausländischen Weine schätzen Sie besonders und warum?
    Ich bin absoluter Burgunder-Fan – die Eleganz, Vielschichtigkeit und das große Lagerpotential der Weine faszinieren mich.

  7. Wie wichtig sind Ihnen internationale Bewertungen und wie wirken sich diese auf das Kaufverhalten aus?
    Es ist spannend sich auch im internationalen Vergleich zu sehen, prinzipiell finde ich es aber wichtiger dem eigenen Geschmack zu vertrauen.

  8. Ihr Lieblingsgericht?
    Fleisch – in Top-Qualität!

  9. Was essen Sie überhaupt nicht?
    Nieren

  10. Was wollten Sie als Kind partout nicht essen?
    Spinat

  11. Was haben Sie als Kind am liebsten gegessen?
    Schnitzel und Pommes mit viel brauner Sauce

  12. Welche regionale Persönlichkeit bewundern Sie am meisten?
    Dietmar Hopp

  13. Welche regionale Spezialität mögen Sie am liebsten?
    Bubespitzle (Schupfnudeln) – mit Speck und Sauerkraut

  14. Ihr Lieblingsrestaurant in der Region?
    „Die Ente“ in Ketsch und die Villa Hammerschmiede

  15. Ihr Lieblingsrestaurant außerhalb der Region?
    Noma-Kopenhagen

  16. Wo haben Sie die wichtigsten Erfahrungen mit der Leitung eines Weingutes gemacht?
    Zu Hause – ich hatte schon früh die Möglichkeit Verantwortung zu übernehmen.

  17. Wo sehen Sie persönlich den Schwerpunkt Ihrer Arbeit – im Weinberg, im Keller oder im Verkauf?
    Ein guter Winzer muss ein guter Allrounder sein! Da wir ein klassisches Familienweingut sind, arbeiten wir in allen Bereichen Hand in Hand.

  18. Welchen Winzer (lebend) bewundern Sie am meisten?
    Charles Rousseau

  19. Wie wichtig sehen Sie die Rolle der ambitionierten Sommeliers und des Weinfachhandel?
    Extrem wichtig – sie sind das Sprachrohr des guten Weines

  20. Wie wird sich Ihr Weingut perspektivisch aufstellen?
    Unser Ziel ist es Jahr für Jahr das beste aus unseren Weinbergen herauszuholen, dafür ist es wichtig die Eigenheiten der einzelnen kleinen Parzellen zu kennen und darauf einzugehen. Dieser ständige Lern- und Erfahrungsprozess wird uns auch zukünftig am meisten beschäftigen.

  21. Ihr größter Fehler?
    Mein Perfektionismus

  22. Welches Land würden Sie gern mal 4 Wochen bereisen und die jeweiligen Spezialitäten, die Küche und die Leute kennen lernen?
    Südamerika - Peru

  23. Ihr Lieblingsurlaubsland?
    Nepal

  24. Ihr Lieblingsgetränk?
    Frisch gezapftes Pils und eiskalter Bombay Gin Tonic

  25. Champagner genieße ich am liebsten ( wo und wann )?
    Immer und überall!

  26. Ihre heimliche Leidenschaft?
    Sport in allen Facetten, wenn ich einmal wieder Zeit dafür finde

  27. Ihre Lieblingsbeschäftigung?
    Meiner kleinen Tochter beim schlafen zu zusehen

  28. Welches Buch haben Sie als letztes gelesen?
    Vergebung von Stieg Larsson

  29. Welches ist Ihre Lieblings-Rebsorte und welche Rebsorte würden Sie gern mal anbauen?
    Riesling und Spätburgunder – spannend wäre es mal „Gelben Muskateller“ anzubauen

  30. Welches ist Ihr Lieblingsfilm?
    Ich bin ein James Bond Fan - Goldfinger

  31. Was schätzen Sie an Ihren Freunden am meisten?
    Dass ich mich 100% auf sie verlassen kann und sie immer da sind, wenn ich sie brauche

  32. Wie definieren Sie ökologischen Weinbau und wie setzen Sie diesen um?
    Für mich ist der ökologische Weinbau eine besondere Herausforderung, da man die Zusammenhänge noch genauer kennen und verstehen muss. Wir bewirtschaften bereits seit 15 Jahren unsere komplette Rebfläche rein ökologisch.

  33. Was ist Ihrer Meinung nach die schlimmste Fehlentwicklung im internationalen Weinbau?
    Die Uniformität des Weingeschmacks

  34. Mit wem würden Sie gern mal eine Nacht im Weinberg verbringen?
    Mit meiner Freundin bzw. „Bald-Frau“!